Gemeindevertretersitung vom 30.08.2011
Die letzte Sitzung der Gemeindevertretung fand im Gemeindezentrum Hofbieber statt. Zahlreiche Zuhörer verfolgten die interessanten Tagesordnungspunkte und eine rege Diskussion unter Sitzungsleitung des Vorsitzenden Stefan Frohnapfel. Nachfolgend ist das Ergebnisprotokoll abgedruckt.
1. Beratung und Beschlussfassung über die Niederschrift der 2. Sitzung der Gemeindevertretung vom 14.06.2011
Gegen die Niederschrift der 2. Sitzung der Gemeindevertretung vom 14.06.2011 werden keine Einwände erhoben.
dafür: 29 dagegen: -- Stimmenthaltungen: --
2. Bericht zum Haushaltsvollzug gemäß § 28 (1) GemHVO-Doppik
Der Bericht zum Haushaltsvollzug beleuchtet das Budget 01.16.01.01.01 -Steuern, allgemeine Zuweisungen und allgemeine Umlagen. Danach ergibt sich ein deutlicher Anstieg an z. B. Gewerbesteuer, was aber durch erhöhte Gewerbesteuerumlage und auch z. B. erhöhte Schulumlage teilweise kompensiert wird. Insgesamt schließt dieses Budget um rund 200.000,-- € besser ab als geplant, sodass sich das Defizit des Haushaltes von derzeit 1.250.000,-- € absehbar um diesen Betrag positiver gestaltet.
Die Gemeindevertretung nimmt den Bericht zum Haushaltsvollzug gemäß § 28, Abs. 1 GemHVO-Doppik zur Kenntnis.
3. Beratung und Beschlussfassung des Investitionsprogrammes 2011 – 2015 für die Gemeinde Hofbieber
In der gemeinsamen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses und des Bauaus-schusses sind alle vorliegenden investiven Anmeldungen für die Haushaltsplanung 2012/2013 vorgelegt worden. Aus dieser Listung soll der Entwurf des Investitionsprogrammes 2011 – 2015 abgeleitet werden.
Parlamentarisch ist vorgesehen, dass die Gemeindevertretung das Investitionspro-gramm für den benannten Zeitraum aufstellt, das Anlage zur Haushaltssatzung sein wird und in Konsequenz dann auch die Maßnahmen Niederschlag für die folgenden Haushaltsjahre finden.
Aus dieser Sitzung heraus ist der Vorschlag erarbeitet worden, dass das Angebot der Gemeindeverwaltung, alle Maßnahmen allen Fraktionen in einer gemeinsamen Sitzung vorzustellen und zu erklären, der Gemeindevertretung zur Annahme empfohlen werden soll. Ziel ist diese Veranstaltung abweichend von dem im Ausschuss besprochenen Termin vom 08.10. nunmehr am 29.10.2011 um 9.00 Uhr in der Feuerwehr Hofbieber Mitte (Feuerwehrgerätehaus) durchzuführen.
Bürgermeister Schafft weist daraufhin, dass in der Vergangenheit entsprechende Informationsveranstaltungen allen Fraktion ebenfalls durch die Gemeindeverwaltung angeboten wurden, wenn entsprechende Infoveranstaltungen durchgeführt wurden, sind die entstehenden Kosten (Raummiete, Verpflegungskosten usw.) von der in Anspruch nehmenden Fraktion getragen worden.
Die Problematik der noch nicht vorhandenen Bilanzen bzw. Jahresabschlüsse (Eröffnungsbilanz 2009, Schlussbilanz 2009, Bilanzen 2010, Eröffnungsbilanz 2011) wurde in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss mit dem Bauausschuss aufgeworfen.
Bürgermeister Schafft stellt das Zeitgerüst für die Jahresabschlüsse 2008 ff und die korrespondierenden Bilanzen (Haushalt und Wirtschaftsplan) sowie die diesbezüglichen Nebenarbeiten (Z. B. Controlling, Inventur etc.) vor. Bürgermeister Schafft weist daraufhin, dass die Gemeindevertretung in der letzten Legislaturperiode beschlossen hatte, dass bei Umstellung auf die Doppik kein zusätzliches Personal bereitgestellt wird. Zum damaligen Zeitpunkt ist auch öffentlich im Blickpunkt daraufhin gewiesen worden, dass dies die Arbeiten der Gemeindeverwaltung in der Gestalt beeinflusst, dass die notwendigen Jahresabschlüsse und Bilanzen nur verzögert vorgelegt werden können, weil die Personalressourcen dazu in der Gemeindeverwaltung Hofbieber nur bedingt ausreichen. Dies ist zum damaligen Zeitpunkt akzeptiert worden. Für den Fall, dass die jetzige Gemeindevertretung dies anders wünscht - wie im Haupt- und Finanzausschuss besprochen - sind diesbezügliche Mehrkosten durch Einbindung externes Personals und durch Umstrukturierungen in der Gemeindeverwaltung Hofbieber in einer Größenordnung von 160.000 € externer und 80.000 € interner Kosten zu quantifizieren.
Die Möglichkeit gegebenenfalls durch Gestellung neuen eigenen Personals die erforderlichen Abschlüsse schneller herbeizuführen, sind dadurch begrenzt, dass auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt solches Personal nur bedingt vorhanden ist und im übrigen durch die Einarbeitungszeit entscheidende Monate verstreichen würden.
In der Konsequenz bleibt hier nur das vorhandene Personal anders zu priorisieren und gleichzeitig externe Arbeitsleistung hinzuzukaufen. (lt. Rechnungshof ist die Personalquote in der Gemeindeverwaltung im Gemeindevergleich gering)
In der Konsequenz bedeutet dies neben der Ausgabe für externe Personalkosten bzw. Fachaufwand aber auch, dass andere Maßnahmen (z. B. Überarbeitung von Satzungen, Buchen, Einzug von Forderungen usw.) sich dann entsprechend ver-schieben werden, weil die betroffenen Fachbereiche in diesem vorbenannten The-menkomplex dann gebunden sein werden.
Bürgermeister Schafft schlägt vor, dass wie im Haupt- und Finanzausschuss und Bauausschuss vereinbart eine Informationsveranstaltung zum Maßnahmenkatalog für die Haushaltsjahre 2012/2013 stattfindet. Am 29.10.2011 um 9.00 Uhr könnte diese im Feuerwehrgerätehaus Hofbieber stattfinden und verwaltungsseits begleitet werden. Zu diesem Termin könnten die Leiter der Außenstelle der Verwaltung und die Fachbereichsleiter vortragen. Die Veranstaltung würde von der Gemeindeverwaltung im Auftrag der Fraktionen durchgeführt und die Bewirtung könnte durch die Feuerwehr erfolgen. Weiter sollte die Gemeindevertretung beschließen, dass die Gemeindeverwaltung Hofbieber die Jahresabschlüsse 2008 – 2011 sowie die Eröffnungsbilanz und die nachfolgenden Bilanzen sowie Controlling nach der in der Gemeindevertretersitzung bekannt gegebenen Konzeption zeitnah umsetzen soll.
Gemeindevertreter Oeste führt aus, dass der Haupt und Finanzausschuss sich mit der Thematik auseinandergesetzt hat. Die angemeldeten Maßnahmen hätten ein Finanzvolumen von rund 3 Mio. €. Die Verschuldungskennzahlen seien zu alt und nicht verlässlich. Die Notwendigkeit einer Eröffnungsbilanz wird gesehen. Ohne dass diese vorläge, könne man nur schwer Entscheidungen für weitere Investitionen treffen. Gemeindevertreter Oeste empfiehlt für den Haupt- und Finanzausschuss, die Entscheidung über das Investitionsprogramm zu verschieben, was die Gemeindevertretung auch so beschließt.
In Reflexion des durch Bürgermeister Schafft vorgestellten Konzeptes zur schnelle-ren Vorlage der gewünschten Information macht Gemeindevertreter Kaufmann den Vorschlag, den Kostenaufwand für das erste Jahr zu beschließen.
Gemeindevertreter Schneider schlägt vor, die Informationen mit in die Fraktionssit-zung zunehmen und möchte diesen Tagesordnungspunkt vertagen, da es um viel Geld gehe.
Bürgermeister Schafft erklärt nochmals die Personalgebundenheit mit der Doppik und plädiert für eine Gesamtentscheidung.
Herr Oeste schlägt vor, beim Landkreis um personelle Unterstützung zu bitten.
Nach Sitzungsunterbrechung auf Antrag von Gemeindevertreter Kaufmann be-schließt die Gemeindevertretung, grundsätzlich das von der Verwaltung vorgeschlagene Konzept umzusetzen. Vorab sollen die Fraktionen die Gelegenheit haben, sich zu beraten. Über das Ergebnis solle in der nächsten Gemeindevertretung endgültig Beschluss gefasst werden.
4. Information zu überplanmäßigen Aufwendungen gemäß § 114 g HGO nach Hochwasserschäden in Wallings
Auf Vorschlag vom Bürgermeister Schafft für den Gemeindevorstand und Gemeindevertreter Oeste für den Haupt- und Finanzausschuss und den Bauausschuss nimmt die Gemeindevertretung zustimmend zur Kenntnis, dass der Gemeindevorstand mit Beschluss vom 12.07.2011 25.000,-- € als überplanmäßige Aufwendung gemäß § 114 g HGO für die Wiederherstellung der Straßen in Wallings nach Hochwasserschäden zur Verfügung gestellt hat. Ein Antrag beim Landkreis Fulda auf Unterstützung aus Mitteln des Kreisausgleichstockes ist gestellt, die diesbezügliche Entscheidung steht noch aus.
Bürgermeister Schafft dankt allen, die bei den Aufräumarbeiten mitgeholfen haben, besonders der Freiwilligen Feuerwehr.
5. Beratung und Beschlussfassung über die Änderung der Baugestal-tungssatzung der Gemeinde Hofbieber
Auf Vorschlag vom Bürgermeister Schafft für den Gemeindevorstand und Gemeindevertreter Brehl für den Bauausschuss beschließt die Gemeindevertretung die Neufassung der Baugestaltungssatzung mit einer ergänzenden Regelung für die Bereiche Werbeanlagen und Warenautomaten.
6. Wahl der gemeindlichen Vertreter/innen für den Feldwege- und Graben-unterhaltungsverband „Hohe Rhön“
Die Gemeindevertretung hat am 14.06.2011 beschlossen, dass zur weiteren Beset-zung der Verbandsversammlung die Ortsbeiräte um Stellungnahme gebeten werden sollen, was erfolgt ist.
Die Gemeindevertretung wählt folgende Vertreter für den Feldwege- und Graben-unterhaltungsverband „Hohe Rhön“:
Vertreter: Walter Hohmann (Wittges)
und dessen Stellvertreter: Gerhard Jordan, (Wittges)
Vertreter: Stefan Reinhard (Elters)
und dessen Stellvertreter: Tobias Waider, (Obergruben)
Vertreter: Alfred Müller, (Malerdorf-Kleinsassen)
und dessen Stellvertreterin: Waltraud Flügel-Büttner, Danzwiesen (Milseburg)
Vertreter: Alfred Will, Langenberg
und dessen Stellvertreter: N. N.
Vertreter: N. N.
und dessen Stellvertreter: N. N.
7. Antrag der CWE-Fraktion vom 02.07.2011 auf Ergänzung der Friedhofs-ordnung zu Rasengräbern
Gemeindevertreterin Kuhnert-Bieker beantragt, den Tagesordnungspunkt zu ver-schieben, damit erst die Ortsbeiräte befragt werden können.
Gemeindevertreter Kaufmann führt, dass in § 14 der Friedhofsordnung der Gemein-de Hofbieber das Angebot für Rasengräber in konkretisierten Ortsteilen besteht. In den Verhandlungen zu der kürzlich diesbezüglich erfolgten Satzungsänderung ist klar herausgestellt worden, dass Ortsteile über die Ortsbeiräte Anträge zur Erweite-rung des Anwendungsbereiches dieser Satzungsregelung stellen können. Beschlussorgan hierzu ist gemäß § 5 HGO die Gemeindevertretung. Damit ist aus seiner Sicht dem Begehren des Antrages schon Rechnung getragen. Für eine Änderung der Satzung ist der vorliegende Antrag wie schon in dem Haupt- und Finanzausschuss hingewiesen nicht konkret genug.
Bürgermeister Schafft wird dies in der nächsten Dienstversammlung der Leiter der Außenstellen der Verwaltung als Tagesordnungspunkt aufnehmen.
8. Antrag der Fraktionen von SPD, CWE und Bündnis 90/ Die Grünen vom 13.08.2011 bezüglich der Planungen zum Bau der B 87 n
Die Fraktionen von SPD, CWE und Bündnis 90/Die Grünen beantragen, den Ge-meindevorstand zu beauftragen, sich bei der Hessischen Landesregierung dafür einzusetzen, dass die Planungen zum Bau der B 87 n eingestellt werden mit dem Ziel, diese Straße aus dem Bundesverkehrswegeplan zu streichen. Dieser Antrag wird ausführlich begründet durch Gemeindevertreter Oeste.
Bürgermeister Schafft führt hierzu aus; dass die Planungen zum Bau der B 87 n nicht durch die Gemeinde Hofbieber und auch nicht durch den Landkreis Fulda betrieben werden. Vielmehr handelt es sich um eine sogenannte Auftragsverwaltung des Landes Hessen für die Bundesrepublik Deutschland.
Die jüngste Berichterstattung in der Fuldaer Zeitung hat aufgezeigt, dass die Hand-lungsträger zumindest im Land Hessen und die regionale Entscheidungsträger im Bund offensichtlich an der Planung festhalten wollen. Die abweichenden Vorstellungen der Gemeinde Hofbieber zu den Planungen (soweit bekannt) hat die Gemeindevertretung in der letzten Beschlussfassung am 04.09.2007 festgestellt und über das Amt für Straßen- und Verkehrswesen an das Land Hessen kommuniziert.
Mit Blick auf den folgenden Tagesordnungspunkt fordert Bürgermeister Schafft die Entscheidungsträger in der Gemeinde Hofbieber auf, im Interesse der Bürgerinnen und Bürger die notwendigen Verwaltungsentscheidungen (das ist die Begleitung der Planverfahren) unvermindert durchzuführen und hier die notwendige Sprachfähigkeit zu erhalten. Schon in der Vergangenheit ist durch die Gemeinde Hofbieber deutlich zum Ausdruck gebracht worden, dass für den Fall, dass die Planungen nicht den wohlverstandenen Interessen der Gemeinde Hofbieber entsprechen, die Gemeinde Hofbieber auch ein Klageverfahren nicht scheuen wird.
Bürgermeister Schafft fragt die die jetzige Antragstellung tragenden Fraktionen, ob sie zwischenzeitlich dem Ortsbeirat Niederbieber erklärt hätten, wie sie sich perspektivisch eine realistische Option auf eine Umgehungsstraße für Niederbieber vorstellen. Er weist daraufhin, dass der Ortsbeirat Niederbieber unter dem 24.10.2008 die CWE-Fraktion (Herr Oeste) Bündnis 90/Die Grünen (Christian Hofmann) und SPD-Fraktion (Albrecht Sailer) angeschrieben hatte, er zitiert aus dem Schreiben; „Dankbar nimmt der Ortbeirat von Niederbieber das Engagement ihrer Parteien für eine Ortsumfahrung von Niederbieber zur Kenntnis. Schon seit Jahren sind wir, über alle Parteigrenzen hinweg, bemüht, das Problem des Durchgangsverkehrs durch unseren Ort, mit der Forderung nach einer Umgehungsstraße zu beseitigen. Jeden Tag fahren ca. 10.000 Fahrzeuge durch unseren Ort, die nicht nur einen erheblichen Lärm und Immissionsbelastung mit sich bringen, sondern auch eine stetige Gefahr für unsere Mitbürger sind, wie der tragische Unfall am 12.10.2008 gezeigt hat…… Unsere Befürchtungen sind die, dass bei einer Einstellung der derzeitigen Planungen, der Bau einer Ortsumfahrung in immer weitere Ferne rückt und wir auf weitere Jahrzehnte der Verkehrsbelastung ausgesetzt sind. Uns ist es egal, ob vor der Umgehung ein B oder ein L steht, wichtig ist, dass sie gebaut wird.“
Bürgermeister Schafft stellt weiterhin klar, dass die Gemeindevertretung der Ge-meinde Hofbieber in der Sitzung am 11.11.1998 einstimmig eine interfraktionelle Resolution zum Bau einer Umgehungsstraße für den Ortsteil Niederbieber beschlossen hat. Diese Resolution basierte auf eine Unterschriftenliste des Ortsbeirates Niederbieber vom 20.07.1998 und einem Schreiben des Ortsbeirates Niederbieber vom 20.10.1998 auf der mit Blick auf den seit der „Wende“ zugenommenen Durchgangsverkehres und ausdrücklichem Bezug auf die Voruntersuchungen zur Streckenverbindung Fulda-Meiningen eine Ortsumgehung gefordert wurde. Ausdrücklich ist in der Resolution der Gemeindevertretung formuliert: „Alle Hoffnungen verbanden sich deshalb mit einem geplanten Bau einer Bundesstraße Fulda-Meiningen. Nach dem Herr Wirtschaftsminister Klemm kürzlich eine andere Trasse bevorzugt hat, ist zu befürchten, dass damit auch der Bau einer Umgehungsstraße für Niederbieber in weite Ferne gerückt ist….“ .
Gemeindevertreter Oeste führt zu dem Beschluss von 1998 aus, dass damals noch niemand gewusst habe, welche Ausmaße dieses Bauvorhaben habe. Die amt-lichen Vorplanungen deutet er als autobahnähnlichen Ausbau, mittlerweile haben sich auch die Daten und Verhältnisse geändert. Selbstverständlich sind sie dafür, dass Niederbieber eine Ortsumgehung bekommt, natürlich auf der Basis der Lan-desstraße. Da sie in den nächsten 15 Jahren sowieso nicht gebaut würde, wird dieser Antrag gestellt.
Gemeindevertreter Schneider führt aus, dass der Antrag nicht neu sei, er wurde bereits schon mal gestellt und damals abgelehnt. Jetzt werde er erneut gestellt weil die Mehrheitsverhältnisse anders sind. Er verliest eine Ausschreibung zu einem Gewerbegrundstück der Sparkassenimmobilie Fulda, in der die B87n als Verbindungsspange zwischen den Autobahnen dargestellt wird.
Die Gemeindevertretung beschließt mehrheitlich, den Gemeindevorstand zu beauf-tragen, sich bei der Hessischen Landesregierung dafür einzusetzen, dass die Pla-nungen zum Bau der B 87 n eingestellt werden mit dem Ziel, diese Straße aus dem Bundesverkehrswegeplan zu streichen.
9. Antrag der Fraktionen von SPD, CWE und Bündnis 90/ Die Grünen vom 13.08.2011 zum Bau einer Ortsumgehung für den Ortsteil Niederbieber auf der Basis einer Landesstraße
Die Fraktionen von SPD, CWE und Bündnis 90/Die Grünen beantragen, den Ge-meindevorstand zu beauftragen, einen Antrag zum Bau einer Ortsumgehung auf der Basis einer Landesstraße für den Ortsteil Niederbieber bei der Hessischen Landesregierung zu stellen.
Dieser Antrag wird begründet durch Gemeindevertreter Albrecht Sailer und auch Herr Kaufmann stimmt dem Antrag zu und möchte ihn als gemeinsamen Antrag auch für die CDU-Fraktion formuliert haben.
Bürgermeister Schafft verweist auf seine Ausführungen zum vorhergehenden Ta-gesordnungspunkt. Der Antrag auf eine Ortsumgehungsstraße für Niederbieber ist bereits mehrfach gestellt worden. Neben dem Antrag aus dem 90iger Jahren ist auch zu Beginn der Dorferneuerung Niederbieber erörtert worden, ob in diesem Rahmen eine Ortsumgehung förderbar sei.
Die Gemeindevertretung beschließt einstimmig, den Gemeindevorstand zu beauftragen, einen Antrag zum Bau einer Ortsumgehung auf der Basis einer Landesstraße für den Ortsteil Niederbieber bei der Hessischen Landesregierung zu stellen.
10. Antrag der CWE-Fraktion vom 14.08.2011 auf Einrichtung einer „Tempo-30-Zone“ in der Ortsdurchfahrt Schackau
Die CWE-Fraktion beantragt die Einrichtung einer 30-Zone in der Ortsdurchfahrt Schackau. Herr Oeste erläutert den Antrag ausführlich.
Bürgermeister Schafft führt hier aus, dass die Fragestellung der Einrichtung einer 30-km/h-Zone die Gemeindeverwaltung Hofbieber und die anderen Verwaltungs- und Polizeibehörden schon mehrfach beschäftigt hat. Klar ist, dass vom Ortsbeirat nunmehr in jüngster Vergangenheit ebenfalls ein entsprechender Antrag gestellt wurde.
Auch wird von Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen einer Unterschriftenliste aus dem Jahre 2004 die Einrichtung einer entsprechenden Zone gefordert. Im Rahmen einer Verkehrsschau im August 2004 ist das Begehren geprüft worden, auszugsweise wird aus dem Protokoll wie folgt zitiert: „Die Voraussetzungen für die Einrichtung einer 30-km/h-Zone sind nach Meinung der Polizei und des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen nicht erfüllt. Die Straßenführung und Straßenbreite in Schackau lassen keine hohen Geschwindigkeiten zu. In diesem Bereich ist kein bzw. nur sehr geringer Durchgangsverkehr, sondern nur überwiegend Anliegerverkehr zu verzeichnen.“
Ergänzend merkt Bürgermeister Schafft noch an, dass eine 30-km/h-Zone nicht nur für eine Straße eingerichtet werden kann, sondern nur für eine Zone, d. h. dann müsste die gesamte Ortslage Schackau als 30-km/h-Zone ausgewiesen werden. Auf Basis des Ergebnisses der Verkehrsschau hat der Gemeindevorstand in seiner Sitzung vom 01.11.2004 sich gegen die Einrichtung einer 30-km/h-Zone ausgespro-chen.
Bezüglich des neuen Antrages hat eine Anfrage beim Polizeipräsidium Osthessen Direktion Verkehr/Sonderdienste Regionaler Verkehrsdienst Fulda vom 18.08.2011 folgendes Ergebnis ergeben: „Basierend auf der Stellungahme aus 2004 erscheint einer 30-km/h-Zone in Schackau entbehrlich. Die Prüfung der aktuellen Verkehrsunfalllage ergab folgendes Ergebnis. Seit 01.01.2006 bis 18.07.2011 wurde kein Verkehrsunfall polizeilich registriert, bei dem die Unfallursache Geschwindigkeit war.
Gemeindevertreter Oeste erwidert, dass die Polizei die Situation vor Ort nicht so gut einschätzen könne wie die Bürger. Nach verschiedenen Wortmeldungen und Diskussion beschließt die Gemeindevertretung, die Gemeindeverwaltung Hofbieber damit zu beauftragen, in der Ortsdurchfahrt in Schackau auf der gesamten Länge der Schlossstraße eine „Tempo 30-Zone“ einzurichten.
11. Ehrungen
Die Gemeindevertretung beschließt folgende Ehrungen für langjährige kommunalpolitische Tätigkeit:
Hubert Weber, Allmus Hofbieber-Plakette in Gold
Josef Röll, Langenbieber Hofbieber-Plakette in Gold
Franz Becker, Niederbieber Hofbieber-Plakette in Silber
Artur Scholz, Hofbieber Hofbieber-Plakette in Kupfer
Christoph Kött, Hofbieber Hofbieber-Plakette in Kupfer
Die aufgeführten Personen werden durch Bürgermeister Schafft und Vorsitzenden Frohnapfel geehrt.
Bürgermeister Schafft bedankt sich bei allen zu Ehrenden für deren vielfältiges En-gagement wie z. B. (Hubert Weber, Jagdvorsteher Allmus, Franz Becker (Reservis-tenverband), Arthur Scholz (SV Hofbieber), Christoph Kött (Energiekommission).
Er betont den Beispielcharakter des vorbildlichen Engagements der vorstehend Be-nannten und gratuliert für die Gemeinde Hofbieber und bedankt sich besonders als Bürgermeister und Verwaltungsleiter für die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit. Für die Zukunft wünscht er alles Gute, Gesundheit, Glück und Gottes Segen.
Vorsitzender Frohnapfel gratuliert den Geehrten.

Bildunterschrift: von links nach rechts:
Bürgermeister Schafft, die Geehrten: Josef Röll, Hubert Weber, Christoph Kött, Arthur Scholz, Franz Becker und Vorsitzender der Gemeindevertretung Stefan Frohnapfel
Vorsitzender Frohnapfel kündigt die nächste Gemeindevertretersitzung für Donnerstag, 3. November 2011, 19:30 Uhr, im Bürgerhaus in Niederbieber an.
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